Hochdruckschlauch easyfarm365+® DN12 180 bar M22x1,5 – für Landwirtschaft und Stallreinigung
Der easyfarm365+® Hochdruckschlauch DN12 ist für den landwirtschaftlichen Dauereinsatz gebaut. Er trägt beidseitig eine M22x1,5 Handverschraubung mit schwarzem Knickschutz, ist für einen Arbeitsdruck von 180 bar ausgelegt und in sieben Längen von 20 bis 80 Metern erhältlich.
DN12, DN10 oder DN08 – welche Nennweite ist die richtige?
Die easyfarm365+®-Baureihe gibt es in drei Nennweiten, alle identisch aufgebaut und mit derselben abriebfesten Decke. Der Unterschied liegt im Innendurchmesser – und der bestimmt zwei gegenläufige Dinge: den zulässigen Arbeitsdruck und den Druckverlust auf der Strecke.
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DN08 – 250 bar: der leichteste und wendigste Schlauch, gut bei moderater Wasserleistung und Längen bis etwa 30 Meter.
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DN10 – 275 bar: der Allrounder mit dem höchsten Druck der Serie und spürbar weniger Reibungsverlust als DN08.
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DN12 – 180 bar: der größte Querschnitt, rund 125 Prozent mehr als DN08. Dafür der niedrigste zulässige Arbeitsdruck.
Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber die entscheidende Abwägung: DN12 ist kein Schlauch für mehr Druck, sondern für mehr Wassermenge über weite Wege. Wer mit einem leistungsstarken Gerät mit hoher Fördermenge arbeitet und 50, 60 oder 80 Meter überbrücken muss, verliert mit DN08 unterwegs so viel Druck, dass an der Düse weniger ankommt als mit DN12 – obwohl DN08 die höhere Druckstufe hat.
Die Faustregel: Bis 30 Meter entscheidet die Druckstufe, ab 40 Metern die Nennweite. Prüfen Sie vor der Wahl den Betriebsdruck Ihres Geräts – er muss innerhalb der 180 bar dieses Schlauchs liegen.
Glatte Decke aus thermoplastischem Elastomer
In der Landwirtschaft scheitern Hochdruckschläuche selten am Druck. Sie scheitern am Boden. Ein Schlauch, der täglich über Spaltenböden, Betonrillen, Stallgitter und Hofpflaster gezogen wird, verliert seine Decke lange bevor die Armierung an ihre Grenze kommt. Ist die Decke durchgescheuert, dringt Feuchtigkeit ein, das Drahtgeflecht korrodiert – und der Schlauch fällt aus, obwohl er nie überlastet wurde.
Der easyfarm365+® setzt genau hier an. Statt einer klassischen Gummidecke trägt er eine glatte Decke aus thermoplastischem Elastomer (TPE). Das Material ist erheblich abriebfester als übliche Gummimischungen und gleitet über raue Untergründe, statt sich festzuhaken.
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Längere Lebensdauer genau dort, wo Standardschläuche zuerst versagen.
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Leichteres Ziehen: Der Schlauch gleitet über Spaltenboden, Beton und Pflaster. Bei DN12 und großen Längen ist das kein Komfortdetail, sondern der Unterschied zwischen praktikabel und mühsam.
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Einfache Reinigung: Gülle, Silage und Futterreste haften auf der glatten Oberfläche kaum an.
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Beständig gegen Öl, UV, Ozon und Witterung – wichtig bei Lagerung im Freien oder in der offenen Maschinenhalle.
Transparente Decke – Schäden sichtbar, bevor etwas passiert
Die Decke des easyfarm365+® ist transparent. Die darunterliegende Armierung bleibt dadurch sichtbar.
Bei einem Schlauch mit schwarzer oder farbiger Decke erkennen Sie eine beginnende Schädigung des Drahtgeflechts erst, wenn die Decke bereits aufgerissen ist. Hier sehen Sie Veränderungen an der Armierung frühzeitig durch die Decke hindurch und können den Schlauch tauschen, bevor er im Betrieb ausfällt. Für die ohnehin vorgeschriebene regelmäßige Sichtprüfung ist das ein handfester Vorteil.
Aufbau und Druckwerte
Der Schlauch ist mehrlagig aufgebaut:
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Innenseele aus PES, ölbeständig
- Hochzugfestes Polyestergeflecht
- Textilgeflecht
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Messingbeschichtetes Drahtgeflecht für Druckaufnahme und Formstabilität
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Glatte TPE-Decke, transparent
Die Messingbeschichtung des Drahtgeflechts ist dabei kein Detail am Rande: Sie schützt den Draht zusätzlich vor Korrosion – relevant in einer Umgebung, in der Feuchtigkeit, Reinigungsmittel und aggressive Stallluft dauerhaft einwirken.
Aus diesem Aufbau ergibt sich ein Arbeitsdruck von 180 bar (18 MPa) bei einem Platzdruck von 720 bar – das entspricht dem im Hochdruckbereich vorgeschriebenen Sicherheitsfaktor 4.
Maßgeblich für den zulässigen Arbeitsdruck bleibt immer die schwächste Komponente des Gesamtsystems. Hochdruckreiniger, Pistole, Kupplungen, Schlauch und Lanze müssen für die gefahrenen Werte ausgelegt sein.
Temperaturbereich -40 °C bis +120 °C
Der Einsatzbereich reicht von -40 °C bis +120 °C. Der Schlauch bleibt damit auch im Winter in der unbeheizten Halle flexibel und eignet sich für Kalt- wie Warmwasseranwendungen.
Bitte beachten: Die Obergrenze liegt bei 120 °C und damit unter der Freigabe klassischer stahlarmierter Heißwasserschläuche. Fährt Ihr Heißwasser-Hochdruckreiniger höhere Temperaturen, prüfen Sie die tatsächliche Betriebstemperatur oder wählen Sie eine Ausführung mit höherer Temperaturfreigabe aus unserem Sortiment.
Freigegeben für Wasser, Öl und Reinigungsmittelgemische
Der easyfarm365+® ist freigegeben für Wasser, Öl, Wasser-Öl-Emulsionen sowie Wasser-Reinigungsmittel-Gemische. Damit deckt er das gesamte Spektrum der landwirtschaftlichen Reinigung ab – von der reinen Wasserwäsche bis zum Einsatz mit Stall- und Melkanlagenreinigern. Bei aggressiven oder speziellen Medien prüfen Sie bitte zusätzlich die Freigabe des jeweiligen Reinigungsmittelherstellers.
M22x1,5 Handverschraubung beidseitig mit Knickschutz
Beide Schlauchenden tragen eine M22x1,5 Überwurfmutter mit Dichtkegel, im Handel auch als „Handverschraubung" bezeichnet, jeweils mit schwarzem Knickschutz.
- Eingang: M22x1,5 Handverschraubung mit schwarzem Knickschutz
- Ausgang: M22x1,5 Handverschraubung mit schwarzem Knickschutz
Das ist der in Deutschland verbreitetste Anschluss an Hochdruckreinigern – Kärcher, Kränzle, Nilfisk und viele weitere Hersteller arbeiten damit. Die Überwurfmutter lässt sich von Hand anziehen, ein Werkzeug ist nicht nötig.
Das passende Gegenstück trägt ein M22x1,5 Außengewinde: der Geräteausgang selbst, ein Gegennippel oder eine Drehkupplung mit M22 AG. Prüfen Sie vor der Bestellung den Anschluss Ihres vorhandenen Schlauchs.
Der Knickschutz an beiden Enden entlastet den Übergang zwischen Armatur und Schlauch. Gerade im landwirtschaftlichen Einsatz, wo der Schlauch um Ecken gezogen, über Kanten geführt und schnell aufgerollt wird, entstehen genau dort die meisten Schäden.
Sieben Längen von 20 bis 80 Meter
Alle Längen dieser Baureihe sind technisch identisch aufgebaut – Nennweite, Druckstufe, Anschlussart und Ausführung unterscheiden sich nicht. Verfügbar sind 20, 25, 30, 40, 50, 60 und 80 Meter.
20 Meter: Zwanzig Meter sind die kürzeste Ausführung dieser Nennweite und die klassische Arbeitslänge für die tägliche Stall- und Maschinenreinigung. Sie kommen um einen Traktor herum, reinigen einen Laufgang am Stück und müssen das Gerät dabei nicht umsetzen.
25 Meter: Fünfundzwanzig Meter geben spürbar mehr Bewegungsfreiheit, ohne dass die Handhabung leidet. Sinnvoll, wenn der Wasseranschluss ungünstig liegt oder Sie regelmäßig größere Maschinen und längere Laufgänge am Stück waschen.
30 Meter: Dreißig Meter sind die Länge für große Ställe, Maschinenhallen und Großgeräte – Ladewagen, Güllefässer, Miststreuer, Erntetechnik. Sie arbeiten am ganzen Fahrzeug, ohne den Hochdruckreiniger zu bewegen.
40 Meter: Vierzig Meter sind für weiträumige Betriebe gedacht, in denen der Hochdruckreiniger fest steht. Ab dieser Länge spielt die große Nennweite ihren eigentlichen Vorteil aus: Der Reibungsverlust bleibt begrenzt, so dass trotz der Strecke ausreichend Druck an der Düse ankommt.
50 Meter: Fünfzig Meter überbrücken auch weite Höfe und mehrere Stallabteile von einem Anschluss aus. In dieser Länge ist DN12 einem DN08 klar überlegen – der größere Querschnitt gleicht mehr aus, als die höhere Druckstufe des kleineren Schlauchs einbringen würde.
60 Meter: Sechzig Meter richten sich an Betriebe mit fest installiertem Gerät und großen Flächen – Fahrsilos, Außenanlagen, verteilte Gebäude. Für den dauerhaften Einsatz empfehlen wir einen Schlauchaufroller mit ausreichender Kapazität, der auch für DN12 ausgelegt ist.
80 Meter: Achtzig Meter sind die Maximallänge dieser Baureihe und eine bewusste Entscheidung für Reichweite. Über diese Distanz entscheidet allein die Nennweite darüber, wie viel Druck an der Düse ankommt. Planen Sie einen Schlauchaufroller ein und prüfen Sie die Fördermenge Ihres Geräts – bei dieser Länge lohnt sich eine kurze Auslegungsberatung.
Länge, Nennweite und Druckverlust
Jeder Meter Schlauch erzeugt einen Reibungswiderstand. Der Druck an der Düse liegt deshalb immer unter dem Druck am Pumpenausgang – und dieser Verlust nimmt mit der Länge zu.
Wie stark er ausfällt, hängt von drei Faktoren ab:
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Schlauchlänge – der Verlust steigt näherungsweise proportional zur Länge
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Durchflussmenge – je mehr Wasser das Gerät fördert, desto stärker fällt der Verlust aus
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Nennweite – ein größerer Innendurchmesser senkt die Strömungsgeschwindigkeit und damit den Verlust
Mit DN12 haben Sie beim dritten Punkt bereits die günstigere Wahl getroffen. Wenn Sie mit sehr hoher Wasserleistung und gleichzeitig großer Länge arbeiten, lohnt trotzdem ein prüfender Blick auf die Auslegung – teilweise lässt sich die Leitungslänge durch einen zusätzlichen Wasseranschluss oder einen zweiten Aufrollerplatz spürbar verkürzen.
Nennen Sie uns bei Fragen einfach Fördermenge, Betriebsdruck und die benötigte Leitungslänge – wir beraten Sie gerne.
Handhabung und Aufbewahrung
DN12 bringt gegenüber DN08 etwas mehr Gewicht und einen größeren Biegeradius mit. Die glatte TPE-Decke gleicht das im Handling weitgehend aus, weil sie über Boden und Kanten gleitet, statt zu haken.
Für den dauerhaften Einsatz großer Längen empfehlen wir einen Schlauchaufroller oder eine Schlauchtrommel mit ausreichender Aufnahmekapazität – achten Sie darauf, dass die Trommel für DN12 ausgelegt ist. Das schont den Schlauch, verhindert Knicke und hält den Stall- oder Hallenboden frei.
Typische Einsatzbereiche
- Stallreinigung in Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung
- Melkstand und Melkroboter
- Reinigung von Spaltenböden und Laufgängen
- Landmaschinen: Traktoren, Ladewagen, Güllefässer, Miststreuer
- Erntetechnik und Anbaugeräte
- Maschinenhallen und Bergeräume
- Fahrsilos und Futtertische
- Hof- und Betriebsflächen
- Lohnunternehmen und Maschinenringe
- Pferdehaltung, Reitanlagen und Stallgassen
Pflege und Sichtprüfung
Spülen Sie den Schlauch nach dem Einsatz mit klarem Wasser ab – die glatte Decke lässt sich einfach reinigen und verhindert, dass Gülle- oder Futterreste antrocknen.
Prüfen Sie den Schlauch regelmäßig auf Beschädigungen. Dank der transparenten Decke sind Veränderungen an der Armierung sichtbar. Ein Schlauch mit beschädigter Decke, freiliegendem oder verfärbtem Geflecht muss ersetzt werden. Vermeiden Sie Knicke und Radien unterhalb des zulässigen Biegeradius und lagern Sie den Schlauch aufgerollt statt geknickt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DN12 und DN08?
DN12 hat 12 mm Innendurchmesser und damit den größten Querschnitt der Baureihe – rund 125 Prozent mehr als DN08. Dafür liegt der zulässige Arbeitsdruck bei 180 statt 250 oder 180 bar. DN12 ist die Wahl für hohe Wasserleistung und lange Leitungen, nicht für maximalen Druck.
Welche Nennweite passt zu meinem Hochdruckreiniger?
Bei hoher Fördermenge oder Leitungslängen ab etwa 30 Metern ist DN12 die bessere Wahl. Darunter genügt in der Regel DN08. Entscheidend ist außerdem, dass der Schlauch mindestens für den Betriebsdruck Ihres Gerätes ausgelegt ist.
Was unterscheidet den easyfarm365+® von einem normalen Hochdruckschlauch?
Vor allem die Decke. Statt Gummi kommt ein thermoplastisches Elastomer zum Einsatz, das deutlich abriebfester ist und besser über raue Böden gleitet. Genau dort versagen Standardschläuche in der Landwirtschaft zuerst.
Warum ist die Decke transparent?
Damit die Armierung sichtbar bleibt. Beschädigungen am Geflecht lassen sich dadurch bei der Sichtprüfung früh erkennen, bevor der Schlauch ausfällt.
Welche Längen sind erhältlich?
Der Hochdruckschlauch wird in 20, 25, 30, 40, 50, 60 und 80 Metern angeboten. Alle Varianten sind technisch identisch aufgebaut.
Wie hoch sind Arbeits- und Platzdruck?
Der Arbeitsdruck beträgt 180 bar (18 MPa), der Platzdruck 720 bar. Das entspricht dem Sicherheitsfaktor 4.
Welchen Außendurchmesser hat der Schlauch?
20,8 mm bei einer Nennweite von DN12 / 12 mm Innendurchmesser. Prüfen Sie diesen Wert, wenn der Schlauch auf eine vorhandene Trommel oder durch eine feste Durchführung soll.
Ist der Schlauch für Heißwasser geeignet?
Bis 120 °C ja. Liegt die Temperatur Ihres Gerätes darüber, benötigen Sie eine Ausführung mit höherer Temperaturfreigabe.
Verträgt der Schlauch Stallreiniger und Desinfektionsmittel?
Er ist für Wasser-Reinigungsmittel-Gemische freigegeben. Bei aggressiven oder speziellen Mitteln prüfen Sie bitte zusätzlich die Freigabe des Reinigungsmittelherstellers.
Welches Gegenstück brauche ich?
Der Schlauch trägt beidseitig eine M22x1,5 Überwurfmutter. Das Gegenstück ist entsprechend ein M22x1,5 Außengewinde – also der Geräteausgang selbst, ein Gegennippel oder eine Drehkupplung mit M22 AG.
Rostet das Drahtgeflecht?
Das Drahtgeflecht ist messingbeschichtet und dadurch zusätzlich vor Korrosion geschützt. Voraussetzung bleibt eine unbeschädigte Decke.
Bleibt der Schlauch im Winter flexibel?
Ja. Der Einsatzbereich beginnt bei -40 °C, der Schlauch bleibt auch in der unbeheizten Halle handhabbar.
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